Süß, happy und fit

Von wegen zuckerkrank – ein Blog über glückliches Leben, leckere Ernährung und Sport mit Typ-1-Diabetes


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Tolle Party, böser Vollrausch und absolut keinen Bock auf Diabetes

Manchmal habe ich den Eindruck, dass mir in der Diabetes-Community der Ruf einer vorbildlichen Muster-Diabetikerin vorauseilt. Nun, damit kann ich aufräumen. Denn im Vollrausch kann ich mich ziemlich bescheuert aufführen.

Wie bescheuert, das wissen am besten mein Mann Christoph und meine Schwester Caro, denn ich kann mich absolut nicht erinnern, was genau gegen Ende einer rauschenden Party wirklich vorgefallen ist. Es ist nun zwei oder drei Jahre her, dass meine Schwester Caro in Münster ihren Geburtstag mit einer großen Party feierte. Sie hatte extra eine Location mit Tresen, großer Tanzfläche und DJ-Pult angemietet und viele Leute eingeladen – darunter meinen Mann Christoph und mich. Wir quatschten, lernten Menschen kennen, belagerten die Tanzfläche, wie das auf Parties eben so ist. Und wie das auf Parties halt ebenfalls so ist, gab es Unmengen Alkohol. Weiterlesen


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Darf ich vorstellen? Mein neuer Alltagsbegleiter, das Fitnessarmband

Zum Geburtstag habe ich dieses Jahr von meinem Mann unter anderem ein Fitnessarmband von Fitbit geschenkt bekommen. Das hatte ich mir gewünscht – und zwar, obwohl ich doch eigentlich nicht so drauf stehe, ständig irgendwelche Gerätschaften an meinem Körper herumzutragen (Stichwort Insulinpumpe) und meist noch nicht einmal eine Armbanduhr trage.

Mein Sinneswandel kam so: Christoph hat seit einer Weile eine neue Pulsuhr. Nicht sein Wunschmodell, aber eines, das es als Angebot im Tausch gegen Prämienmeilen bei einer Fluggesellschaft gab. Diese neue Pulsuhr (wenn ich mich jetzt grad im Modell nicht täusche, ist es die Tomtom Runner 2 Cardio GPS) misst nicht nur den Puls und trackt die Laufstrecken, sondern sie zählt im Alltag auch Schritte und Schlafstunden. Christoph konnte mir also jeden Tag stolz mitteilen, wie viele Schritte er schon gelaufen ist. An Trainingstagen kamen da ganz erstaunliche Summen zusammen – oder er bat mich nach einem langen Bürotag ohne sportliche Aktivität, noch einmal mit eine Runde um den Block spazieren zu gehen, damit er seine obligatorischen 10.000 Schritte pro Tag erreicht. Weiterlesen


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Laufreise, Tag 9: Ich bin durch und durch müde

Mein heutiger Bericht beginnt mit einem Geständnis: So langsam freue ich mich auf zu Hause. Darauf, auch mal wieder etwas anderes zu machen als zu laufen oder über das Laufen zu reden und zu denken.

Mein Körper ist müde. Es ist so eine Art Müdigkeit, die von den Füßen die Beine hoch durch den ganzen Körper bis hoch in den Kopf wandert und sich auch dort breitmacht. Ich habe in den vergangenen Tagen für meine Verhältnisse sehr viel trainiert. Wäre ich zum Beispiel vergangenen Juni zu dieser Laufreise gestartet, hätten mich die vielen Laufeinheiten mitten in meiner Triathlon-Vorbereitung getroffen und ich hätte sie deutlich lockerer weggesteckt. Aber nach einem eher trainingsarmen Winter, etlichen sehr arbeitsintensiven Wochen und dann noch einer fetten Erkältung (die leider bis heute noch nicht vollständig auskuriert ist) hat mich dieses Trainingslager ziemlich hart erwischt. Im Trainingsheft steht, man solle auch hier während der Laufreise das wöchentliche Laufpensum um nicht mehr als Faktor 3 steigern. Nun, ich verrate den Trainerinnen lieber nicht, um welchen Faktor sich meine aktuellen wöchentlichen Laufkilometer hier multipliziert haben…  Ich bin also müde. Weiterlesen


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Heiraten mit Diabetes: Traumkleid, Traumtag, Traumzucker!

Himmel, wie die Zeit vergeht! Heute, am 30. April ist es bereits vier Jahre her, dass mein Mann Christoph und ich einander an einem wunderschönen Sonnentag das Jawort gegeben haben. Für die Vorbereitungen hatten wir nur gut zwei Monate Zeit, in denen auch das perfekte – und diabetestaugliche – Brautkleid gefunden werden musste.

Mein Mann Christoph und ich sind entschlussfreudige Menschen. Als wir Ende Januar 2011 beschlossen zu heiraten, wollten wir Nägel mit Köpfen machen und entschieden uns für den 30. April als Hochzeitsdatum, weil uns der Gedanke gefiel, nach dem Jawort in den Mai zu tanzen und dass alle Jahre wieder unser Hochzeitstag in einen Feiertag mündet. Viele sachkundige Menschen behaupten ja, eine ordentliche Hochzeit erfordere mindestens ein halbes Jahr Vorbereitung. Ich sage: Das ist bei gutem Willen auch in zwei Monaten zu schaffen. Dabei entpuppte sich der Kauf eines Brautkleides als der größte Zeitfresser. Weiterlesen


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Tanzsport mit Typ-1-Diabetes: Daumendrücken für Matthias Steiner bei Let’s dance!

Bislang hatte Matthias Steiner beim Sport eher eine Langhantel als eine Tanzpartnerin im Arm. Jetzt tritt er in der RTL-Show „Let’s dance“ an, lernt tanzen und zeigt der Fernsehnation, wie er mit seinem persönlichen „Hindernis“ Typ-1-Diabetes umgeht. Bei mir jedenfalls harmonieren Diabetes und Tanzsport super!

Als kürzlich beim T1Day darüber diskutiert wurde, wie man mehr und vor allem positive mediale Aufmerksamkeit für Typ-1-Diabetes erreichen kann, tauchte von irgendwo aus dem Plenum der Vorschlag auf, man könne doch einmal Matthias Steiner (Olympiasieger im Gewichtheben, Typ-1-Diabetiker seit seinem 18. Lebensjahr) ins Dschungelcamp schicken – dann könnte die Fernsehnation hautnah miterleben, wie er im Zweikampf mit Kakerlaken und sonstigem Getier heroisch seinen Diabetes managt. Darauf hatte Matthias zwar keine Lust, wie neulich in Steffis Blog nachzulesen war. Doch mir persönlich gefällt es ohnehin viel besser, dass er nicht in der nächsten Staffel des Dschungelcamps zu sehen sein wird, das ich überhaupt nicht verfolge, sondern ab 13. März 2015 in der RTL-Show „Let’s dance“. Weiterlesen


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Mit der Diagnose Typ-1-Diabetes erwachte mein sportlicher Ehrgeiz

Viele Typ-1-Diabetiker trauen sich nach ihrer Diagnose erst einmal nicht mehr an Sport heran. Bei mir war es umgekehrt.

Damit ihr verstehen könnt, was Sport heute für mich bedeutet, müsst ihr mich auf einen kleinen Ausflug in meine Kindheit begleiten. Ich war eines dieser Kinder, die sehr früh sprechen und sehr spät laufen lernen. Im Alter von einem Jahr saß ich herum und sagte den Erwachsenen in meiner Umgebung ganz genau, was sie mir als nächstes bringen sollen. Das funktionierte ziemlich gut, so dass es mich lange Zeit überhaupt nicht reizte, mein Umfeld auf eigene Faust und mit eigener Muskelkraft zu erkunden. Mein nächstjüngerer Bruder, knapp drei Jahre jünger als ich, war genau das umgekehrte Kaliber: Er krabbelte bereits mit sieben Monaten und trabte mit einem Jahr längst routiniert durch die Gegend – konnte sich aber deutlich länger als ich nicht verständlich artikulieren. Weiterlesen