Süß, happy und fit

Von wegen zuckerkrank – ein Blog über glückliches Leben, leckere Ernährung und Sport mit Typ-1-Diabetes


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Diskriminierung bei „Dinner in the Dark“: Inklusion gilt auch für Menschen mit Diabetes!

Gestern ist in der Blood Sugar Lounge ein Beitrag von mir erschienen, in dem ich über meinen fehlgeschlagenen Besuch beim „Dinner in the Dark“ berichtet habe. Mit den zum Teil wirklich bösen Kommentaren bei Facebook hatte ich allerdings nicht gerechnet.

Das Projekt „Dinner in the Dark“ gehört zum bekannten „Dialog im Dunkeln“. Ebenso wie „Dialog im Dunkeln“ will „Dinner in the Dark“ um Verständnis für Blinde und ihre Lebenswelt werben. Die Gäste bekommen in absoluter Dunkelheit von blinden Kellnern ein Überraschungsmenü serviert und können dabei einen kleinen Eindruck gewinnen, wie sich Alltag für Menschen anfühlt, die nicht sehen können. Doch für Menschen wie mich, die auch im Stockdunkeln wissen müssen, wie viele Kohlenhydrate in ihrem Essen enthalten sind, gab es vor ein paar Jahren (wohlgemerkt vor ein paar Jahren – ich weiß nicht, ob das immer noch so schlecht gehandhabt wird) keine Hilfestellung – im Gegenteil.  Weiterlesen

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Schluss mit den Werbelügen: Leben mit Diabetes heißt leider auch Leben mit Einschränkungen!

„Mit Typ-1-Diabetes kann man heute ein ganz normales Leben führen!“ Es gibt Tage (und diese Woche hatte ich einige davon), an denen ich Sprüche wie diesen um’s Verrecken nicht hören möchte. Weil sie schlicht und ergreifend mit dem realen Alltag nichts zu tun haben.

Wer heutzutage die Diagnose Typ-1-Diabetes erhält, der bekommt von Beginn an Botschaften wie „Sie können weiter alles essen, was Sie essen möchten“ oder „Sie müssen sich mit nichts wirklich einschränken“ mit auf den Weg. Auf der Internetseite des Profil-Instituts liest sich das so: „ (…) mit guter Blutzuckerkontrolle können Diabetiker jedoch – abgesehen von der Therapie – ein vollkommen beschwerdefreies und normales Leben führen.“ Das ist sicherlich beruhigend und ermutigend gemeint, denn eine Aussage wie „Sie haben sich hier eine lebensbedrohliche Stoffwechselerkrankung angelacht, die Sie permanent auf Trab halten und Ihnen regelmäßig den Tag versauen wird“ würde wohl kaum dabei helfen, die Diagnose zu akzeptieren und mutig nach vorn zu schauen. Weiterlesen


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Diabetes-Monat November: Muss ich wirklich bei jeder Aktion mitmachen?

Am 14. November ist wie in jedem Jahr Weltdiabetestag, und alle großen Diabetes-Organisationen haben den gesamten Monat November zum „Diabetes-Awareness-Monat“ erklärt, und auf einmal ändern alle schnell ihre Profilbilder. Zu diesen ganzen Aktionen habe ich ein etwas zwiespältiges Verhältnis.

Der Monat hatte kaum begonnen, da häuften sich in meiner Facebook-Timeline die Infos, dass dieser oder jene Kontakt von mir sein Profilfoto gewechselt hat. Statt eines einfachen Fotos ist es dann in der Regel ein Meme mit dem Schriftzug „#this is diabetes“ (von der American Diabetes Association, ADA), ein blauer Kreis als Diabetes-Symbol oder mit dem Schriftzug „T1D looks me“ (von der Juvenile Diabetes Research Foundation, JDRF). Letztere hat auf ihrer Website auch einen kleinen Gimmick parat, mit dem man anhand des Diagnosedatums ausrechnen lassen kann, wie viele Tage man schon mit Diabetes lebt, wie viele Stunden Schlaf man deswegen entbehren musste, wie viele Fingerpiekser und wie viele Katheterwechsel man erdulden musste. Weiterlesen


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Alles teilen, alles wissen, alles bewerten – leben wir längst im „Circle“?

Ich bin in den sozialen Medien aktiv, nutze Blutzucker-Apps, blogge und poste Statusmeldungen über meinen Diabetes. Was passiert mit diesen Daten? Und was machen diese Daten mit mir? Wie weit sind wir noch von der in dem Roman „Der Circle“ beschriebenen Gesellschaft entfernt?

Romane, in denen Visionen einer künftigen gleichgeschalteten Überwachungsgesellschaft beschrieben werden, haben mich schon immer interessiert. „1984“ von George Orwell zum Beispiel, oder „Schöne Neue Welt“ von Aldous Huxley, obwohl das eigentlich nur eine schulische Pflichtlektüre im Englisch-Leistungskurs war. Der aktuelle Bestseller „The Circle“  von Dave Eggers wird gern in einem Atemzug mit diesen beiden Titeln genannt. Weiterlesen


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Hilfe, mein Patient will auf Facebook mit mir befreundet sein!

Bei der Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) Ende Mai 2014 in Berlin gab es auch Tipps, worauf Ärzte im Umgang mit Internet, Social Media und Apps achten sollten.

Ärzte gelten gemeinhin als konservativ, was ihr Verhältnis zu den neuen Medien angeht. Bei den meisten beschränkt sich die Nutzung des Internets auf E-Mail-Korrespondenz und die Recherche in Online-Medien wie Wikipedia, der Literaturdatenbank Pubmed, Leitlinien-Portalen oder Arzneimittel-Datenbanken. Wer Kongresse besucht, lädt sich vielleicht auch die App des Veranstalters herunter, um sich im Kongressprogramm zu orientieren oder auf dem Lageplan die Vortragssäle zu finden. Für die eigene Fortbildung nutzen die meisten Ärzte aber weiterhin am liebsten die klassische Fachzeitschrift oder den direkten Austausch mit Kollegen. Bei der Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) Ende Mai 2014 in Berlin, die ich zur Berichterstattung für die Medical Tribune besuchte, gab es für diese klassischen „digital immigrants“ Tipps, worauf sie im Umgang mit Internet, Social Media und Apps achten sollten. Weiterlesen


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Ärzte aufgepasst: Soziale Medien helfen beim Diabetesmanagement

Bei der Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) Ende Mai 2014 in Berlin drehte sich ein einer Sitzung alles um die Frage, warum so viele Patienten gern Apps, Online-Foren und Arztbewertungsportale nutzen.

Für uns Diabetiker ist es längst selbstverständlich, Online-Foren, Facebook-Gruppen oder Apps zu nutzen, um uns den Alltag mit unserem nervigen Begleiter zu erleichtern oder uns miteinander auszutauschen. Ärzte gehören eher zur Spezies der „digital immigrants“ und tun sich gern ein wenig schwer mit der digitalen Vernetzung. Bei der Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) Ende Mai 2014 in Berlin, die ich zur Berichterstattung für die Medical Tribune  besuchte, drehte sich ein einer Sitzung alles um die Frage, warum so viele Patienten gern Apps, Online-Foren und Arztbewertungsportale nutzen – und wie man diese Vorlieben für Prävention und Schulung nutzen können. Weiterlesen