Süß, happy und fit

Von wegen zuckerkrank – ein Blog über glückliches Leben, leckere Ernährung und Sport mit Typ-1-Diabetes


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In meinem Täschchen wacht neuerdings ein kleiner Schutzengel über mein Insulin

Insulin ist ein temperaturempfindliches Medikament, und deshalb sollte man darauf achten, dass es nicht zu kalt oder zu warm gelagert wird. Wer ganz sichergehen will, kann mit Medangel einen kleinen Schutzengel nutzen und via App die Temperatur seines Insulins überwachen. Ich habe den kleinen Sensor – Produkt eines Diabetes-Startups – nun ein paar Wochen lang getestet.

Ich bewahre meine Insulinvorräte im Butterfach des Kühlschranks auf. Fertig. Damit endet eigentlich mein Temperaturmanagement für Insulin. Wenn ich ein Rezept in der Apotheke einlöse und den Insulinvorrat auffülle, dann höre ich von dem Menschen hinter dem Apothekentresen gelegentlich den Rat, das Insulin am besten gleich nach Hause in den Kühlschrank zu bringen und nicht eine ganze Shopping-Tour lang in meiner Tasche mit mir herumzutragen. Ich habe auch schon einmal eine Apotheke erwischt, wo man mir das Insulin in eine kleine Thermo-Tüte gepackt hat, damit es den Nachhauseweg unbeschadet übersteht. Weiterlesen

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Sechs Beobachtungen zu Fiasp: Schneller, aber eben nicht Lichtgeschwindigkeit

Das neue Insulin Fiasp ist ja aktuell der „heiße Scheiß“, über den in der Diabetesszene jeder spricht. Seit Anfang August teste ich ebenfalls das neue Bolusinsulin – und dabei sind mir ein paar Dinge aufgefallen, die ich gern mit euch teilen möchte.

Bei meinem letzten Termin beim Diadoc musste ich mir ein neues Rezept für Bolusinsulin ausstellen lassen, da ich nur noch wenige Ampullen Liprolog in meinem Vorrat hatte. Warum also nicht einmal das neue Turboinsulin Fiasp ausprobieren, von dem neuerdings so viele berichten? Beim DDG-Kongress im Mai in Hamburg hatte ich schließlich schon einiges über den Wirkeintritt und das Wirkprofil von Fiasp gelernt und auch hier darüber berichtet.

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Mal eben kurz die Welt retten… naja, aber immerhin einen Typ-1-Diabetiker ohne Insulin!

Gestern habe ich ein Leben gerettet. Klingt unglaublich, aber das trifft es tatsächlich irgendwie. Denn ich habe einem Typ-1-Diabetiker, der seit vielen Jahren auf der Straße lebt und mittlerweile aus sämtlichen sozialen Sicherungssytemen herausgerutscht ist, gestern 10 Fertigpens Lantus organisiert. Und zwar, nachdem er am Morgen den letzten Tropfen Insulin gespritzt hatte und ganz ohne das lebenswichtige Medikament dastand.

Manche von euch erinnern sich vielleicht noch an mein Portrait von Lyndon Owen, dem britischen IT-Experten, der vor ca. 15 Jahren beschloss, aus seinem „normalen“ Leben mit Job, Wohnung in London und geregelter sozialer Absicherung auszusteigen und in Europa herumzureisen. Und zwar mit Typ-1-Diabetes. Ich war neugierig darauf, wie das geht – auf der Straße leben, ohne geregelte Verhältnisse und ohne regelmäßige Arztbesuche sowie Rezepte für Blutzuckerteststreifen und Insulin. Seit ich ihn 2014 für mein Portrait einen Tag lang in Berlin begleitet habe, bin ich auf Facebook mit ihm befreundet und verfolge immer mal, wo er und sein Begleiter José sich gerade herumtreiben. Weiterlesen


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Lipohypertrophien sind mehr als nur unschöne Gnubbel: Wie erkennt man die Stellen, an denen das Insulin nicht wirkt?

Lipohypertrophien sind geschwulstartige Vermehrungen von Binde- und Fettgewebe, die rund um Injektionsstellen entstehen können. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern verschlechtert auch die Insulinwirkung. Beim DDG-Kongress in Hamburg berichtete ein Diadoc von einem Feldversuch in seiner Praxis, der diese Fettgnubbel mit einer Wärmebildkamera sichtbar machte.

Dieser experimentierfreudige Diabetologe heißt Dr. Matthias Kaltheuner und arbeitet in Leverkusen. Er hält Lipohypertrophien für ein vernachlässigtes Problem in der Diabetologie: „Leider scheuen sich viele Diabetologen, bei ihren Patienten mal den Bauch anzuschauen.“ Dabei sollten sie dort unbedingt genauer hinsehen, „schließlich erlebt der Bauch im Laufe eines Diabetikerlebens enorm viele Injektionen pro Quadratzentimeter Haut.“ Jede einzelne Injektion aber sei eine kleine Hautverletzung, die in der Summe dann zu Lipohypertrophien führen kann. Weiterlesen


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Bye bye mySugr… ein Abschied wider Willen – ich nutze nun die Dokumentation des Freestyle Libre

Eins vorweg: Ich mag  mySugr total gern. Sie ist in meinen Augen eine tolle Option für das Diabetesmanagement via App. Immer cool und mit einem Augenzwinkern, aber trotzdem ein zugelassenes Medizinprodukt mit vielen praktischen, fachlich abgesicherten Zusatz-Features. Und trotzdem habe ich der App, die ich über vier Jahre lang sehr gern verwendet habe, nun den Rücken gekehrt.

Es begann, ein bisschen kompliziert zu werden, als ich im Oktober 2014 anfing, das Freestyle Libre zu nutzen. Bei mySugr kann man Blutzuckerwerte eintragen, das Freestyle Libre hingegen misst Gewebezucker – allerdings macht man ja das eine oder andere Mal blutige Kontrollmessungen. Ich selbst wäre darüber vermutlich gar nicht groß gestolpert, doch mein Diabetologe machte mich bei einem Quartals-Check darauf aufmerksam, als er die pdf-Berichte studierte, die ich aus meiner mySugr-Dokumentation generiert und ihm vor meinem Termin per Mail geschickt hatte. Weiterlesen


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Rezept für Zuchini-Tarte: Genau nach Anleitung zubereitet, trotzdem nicht so dolle…

In der aktuellen Ausgabe von „Meine Familie und ich“ gibt es ein Rezept für eine Zuchini-Tarte, die das Titelbild ziert und das mich sehr gereizt hat. Eigentlich habe ich immer sehr gute Erfahrungen mit den Rezepten der Zeitschrift gemacht – doch diese Zuchini-Tarte war weder im Ergebnis, noch bei den Nährwertangaben ein echter Hit.

Als mich das Cover der aktuellen Ausgabe an der Supermarktkasse anlachte, wo diese Zeitschrift gern platziert wird, konnte ich nicht widerstehen. Dieser Blütenkranz aus Zuchinistreifen sah einfach zu hübsch aus, die Kombination mit einem Tarte-Boden aus Polenta und viel Basilikum klang ebenfalls ungemein lecker. Weiterlesen


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Spritz-Ess-Abstand adieu? Wie schnell ist das Turboinsulin Fiasp wirklich?

Seit das neue Insulin Fiasp auf dem Markt ist, stolpert man in den sozialen Netzwerken häufig über Bilder und Beiträge von Anwendern, die umgestiegen sind und sich aber noch nicht so sicher sind, wie schnell die Wirkung einsetzt und wie lange sie anhält. Beim Diabetes-Kongress der DDG informierte ich mich über das Wirkprofil des neuen Turboinsulins.

Seit einiger Zeit ist das neue Insulin Fiasp der Firma Novo Nordisk auf dem Markt. Fiasp steht für „Faster Insulin Aspart“ und ist im Grunde nichts anderes als das bekannte Novo-Insulin NovoRapid (Insulin Aspart), das allerdings mit dem Zusatzstoff Nicinamid versehen wurde, welcher den Wirkeintritt beschleunigen soll. Als Stabilisator wird die natürlich vorkommende Aminosäure L-Arginin zugesetzt. In einer vom Hersteller Novo Nordisk unterstützten Sitzung beim Diabetes-Kongress der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) im Mai 2017 in Hamburg präsentierten die Experten wissenschaftliche Daten zum Wirkprofil. Weiterlesen