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Von wegen zuckerkrank – ein Blog über glückliches Leben, leckere Ernährung und Sport mit Typ-1-Diabetes

Rezept für Zuchini-Tarte: Genau nach Anleitung zubereitet, trotzdem nicht so dolle…

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In der aktuellen Ausgabe von „Meine Familie und ich“ gibt es ein Rezept für eine Zuchini-Tarte, die das Titelbild ziert und das mich sehr gereizt hat. Eigentlich habe ich immer sehr gute Erfahrungen mit den Rezepten der Zeitschrift gemacht – doch diese Zuchini-Tarte war weder im Ergebnis, noch bei den Nährwertangaben ein echter Hit.

Als mich das Cover der aktuellen Ausgabe an der Supermarktkasse anlachte, wo diese Zeitschrift gern platziert wird, konnte ich nicht widerstehen. Dieser Blütenkranz aus Zuchinistreifen sah einfach zu hübsch aus, die Kombination mit einem Tarte-Boden aus Polenta und viel Basilikum klang ebenfalls ungemein lecker.

Leider funktionierte das Rezept überhaupt nicht so, wie es in der Anleitung beschrieben war und die ich (entgegen meiner sonstigen Gewohnheiten) dieses Mal beinahe minutiös befolgt hatte. Wenn ihr also ebenso wie ich Lust auf diese hübsche Zuchini-Tarte habt (Rezept gibt es übrigens als „Leseprobe“ hier), solltet ihr nach meiner Erfahrung ein paar Punkte anders machen als im Rezept angegeben:

  • Die Zuchinistreifen lieber nicht nur in Wasser einlegen, sondern ein paar Minuten blanchieren, damit sie am Ende auch gar sind. Außerdem nach dem Blanchieren unbedingt trockentupfen, damit sie nicht übermäßig viel Feuchtigkeit an die Tarte abgeben.
  • Den Polenta-Boden der Tarte am besten vorbacken, damit er im Kontakt mit Zuchini und Sahne-Schmand-Basilikum-Sauce nicht durchweicht. Bei uns ließ sich die Tarte nicht gut aus der Form heben, denn der Boden hatte über weite Strecken die Konsistenz von Maisbrei, nicht von Tarte. Erst abgekühlt und am nächsten Tag wieder aufgewärmt blieb die Tarte in Form.
  • Ruhig etwas kräftiger würzen, sonst wird es mit so viel Zuchini schnell ein bisschen fade.
  • Vermutlich gelingt die Tarte besser, wenn man sie bei niedrigerer Temperatur und dafür ein bisschen länger backt. Bei uns war die Sahne-Schmant-Masse nach 40 Minuten bei 220 Grad noch nicht wirklich gut gestockt, dafür die Zuchinistreifen an den Rändern schon etwas angekokelt.
  • Besonders enttäuscht aber war ich von den Nährwertangaben. Angegeben waren 22 Gramm Kohlenhydrate pro Stück, wenn man von 8 Stücken insgesamt ausgeht. Ich habe zwei solcher Stücke gegessen und mir Insulin für 44 Gramm Kohlenhydrate gespritzt. Das ging ziemlich nach hinten los. Nach dem Essen begab sich mein Zucker auf Sinkflug und ließ sich nur mit (dieses Mal eher unfreiwillig zugeführten) Süßigkeiten wieder einfangen. Rückblickend würde ich sagen, dass man pro Stück nur etwa 12 bis 15 Gramm Kohlenhydrate berechnen sollte.

Liebe Rezeptredaktion von „Meine Familie und ich“: Das könnt ihr doch eigentlich besser!

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