Süß, happy und fit

Von wegen zuckerkrank – ein Blog über glückliches Leben, leckere Ernährung und Sport mit Typ-1-Diabetes

Ein neuer Sportschuh im Test: Zufrieden mit dem inSoul Move in quietschegelb

Hinterlasse einen Kommentar

Seit einer Weile trage ich beim Herumlaufen, Spazieren und Laufen zu Testzwecken den Sportschuh inSoul Move in quietschegelb… ähh pardon, die Farbe heißt bei Hersteller „silver lemon“. Nun habe ich für euch einmal aufgeschrieben, wie er mir gefällt.

Ich gehöre nicht zu den Bloggerinnen, die alle Naslang Produkte zum Testen und Bloggen zugeschickt bekommen – aber ab und an findet auch ein blindes Huhn mal ein Korn… oder vielmehr wird angeschrieben und zu einem Test eingeladen. 🙂 In diesem Fall von der Firma docPrice, die nach eigenen Angaben den „ersten medizinischen Designschuh und den ersten medizinischen Laufschuh, der auch für Diabetiker geeignet ist, entwickelt“. Nun bin ich zwar erst einmal skeptisch, wenn es heißt „für Diabetiker geeignet“, denn zumindest für mich ist alles auf dieser Welt „für Diabetiker geeignet“, weil ich bislang unter keinerlei Folgeerkrankungen leide und deshalb weder Nervenschäden noch Durchblutungsstörungen an den Füßen habe, die besonderes Schuhwerk verlangen würden.

Flexgroove – Achillcare – Omnifreeze – Easyfit

Aber hey, bequeme Laufschuhe unterziehe ich gern einmal meinem persönlichen Alltagstest. Kaum hatte ich also zugesagt, die Schuhe zu testen und über meine Erfahrungen damit zu bloggen, hatte ich auch schon eine Bestätigung in meinen E-Mails, dass der Schuh bestellt ist und in Kürze an mich ausgeliefert wird. Der weil studierte ich schon einmal im Netz, was diesen Sportschuh so besonders machen soll. Als Vorzüge werden da genannt eine „Flexgroove-Sohle“, ein „Achillcare-System“, ein „Omnifreeze-Mesh“, ein „Easyfit-System“, ein geringes Gewicht von 175 Gramm und die Tatsache, dass man eigene Einlagen in den Schuh legen kann. Das liest sich schon mal wie waschechtes Sportschuh-Sprech. Medizinisch relevant klingt dabei wohl am ehesten das Achillcare-System, das dem oberen und unteren Sprunggelenk Halt geben und die Achillessehne schonen soll. Die Flexgroove-Sohle soll die Aufpralldynamik des Fußes reduzieren und zugleich die Muskulatur aktivieren – das klingt irgendwie nach einer Dämpfung, wie sie beinahe jeder Laufschuh hat, auch wenn die Sohle nicht danach aussieht. Und bei dem Slogan „der 1. Medizinische Trainingsschuh für den Problemfuß“ musste ich ein bisschen lachen und an Bruno, den Problembären denken (erinnert ihr euch noch? Der Bär, mit dem Stoiber in Clinch geriet, ist auch schon wieder über zehn Jahre tot…).

Ich habe neuerdings tatsächlich einen Problemfuß

Aber Scherz beiseite. Genau genommen habe ich seit einer Weile einen Problemfuß. Denn ungefähr seit meiner Bauchtanz-Aufführung habe ich am rechten Fuß diffuse Schmerzen im Fußgewölbe, die unter der Fußsohle bis in die Außenkante des Fußes ausstrahlen, am ehesten einem fiesen Muskelkater ähneln und am stärksten sind, wenn ich nach einer Ruhephase erstmals wieder aufstehe und herumlaufe. Beim Bewegen selbst tut der Fuß interessanterweise gar nicht weh. Normalerweise würden mich solche Zipperlein nicht groß irritieren, doch seit ich kürzlich erfahren habe, dass mein Immunsystem nun auch einen Angriff auf meinen Schilddrüse fährt, habe ich große Angst vor weiteren Autoimmunerkrankungen. Und deshalb stand für mich – obgleich es keine typischen Symptome waren – ein Verdacht auf Rheuma im Raum, der erst seinen Schrecken verlor, als mein Diabetologe bei der erneuerten Blutentnahme in Sachen Schilddrüse auch Rheuma- und Entzündungsfaktoren bestimmte. Zum Glück negativ – noch einmal Glück gehabt. Doch der Problemfuß ist immer noch ein Problemfuß, wenngleich die Symptome langsam nachlassen, weil vermutlich nur ein paar Sehnen beim Zehenspitzenlaufen auf hartem Boden überdehnt wurden.

Genau genommen wiegt der Schuh 190, nicht 175 Gramm

Doch zurück zum Sportschuh-Test! Als mein Testpaket eintraf, konnte ich ein paar hübsche, quietschegelbe Sportschuhe in Augenschein nehmen, die mir spontan gut gefielen. Vertrauen ist gut Kontrolle ist besser – ich legte also erst einmal einen Schuh auf die Küchenwaage um das Gewicht zu überprüfen. Ein Schuh in Größe 38 wiegt 190 statt der angegebenen 175 Gramm. Wer nur 175 Gramm am Fuß haben will, muss vermutlich einen Schuh in Größe 34 bestellen. Aber das sind Details – am Fuß fühlt sich der Schuh wirklich federleicht an. Und Christoph, der in Sachen Laufschuhe sämtliche Laufmagazine studiert und daher einen guten Überblick über den Markt hatte, versicherte mir, dass auch 190 Gramm für einen Laufschuh sehr leicht sind.

IMG_2966

Die Innennähte stören nicht und die Zehen haben Platz

Ein bisschen enttäuscht war ich, dass im Schuh am Übergang des rings um die Ferse verlaufenden Achillessehnenpolsters Nähte zu finden sind. Denn ich konnte mir vorstellen, dass ein Diabetiker mit dauerhaften Fußproblemen wie einer Neuropathie sich daran den Fuß aufscheuern könnte, ohne es zu merken. Beim Tragen waren diese Nähte allerdings überhaupt nicht zu spüren – auch nicht von meinem intakten Nervengeflecht. Null Druck- oder Scheuerstellen, die Schuhe fühlten sich einfach sehr gut an den Füßen an. Das liegt zum einen daran, dass die Zehen viel Platz haben – bei meinen kleinen Quadratfüßen ein wichtiger Punkt, denn ich kann viele Schuhe nicht tragen, weil sie mir zu schmal geschnitten sind. Zum anderen ist das Polster im Fersenbereich, das die Achillessehne schützen soll, wirklich sehr angenehm. Doch der inSoul Move soll ja kein Hausschuh, sondern ein Sportschuh sein. Also waren sportliche Aktivitäten unumgänglich. Ich habe ihn inzwischen also beim Herumlaufen, Rennradfahren und Laufen getestet.

Herumlaufen: Die Füße werden nicht müde

Teststrecke für diesen Testabschnitt war der Diabetes-Kongress der DDG Ende Mai in Hamburg, den ich für die Berichterstattung in diversen Medien besucht habe. „Herumlaufen“ bedeutete in diesem Fall: Zu Fuß zum Bahnhof Elmshorn gehen (ca. 2 Kilometer), mit der Bahn zum Bahnhof Dammtor fahren, von dort zum Messegelände gehen (ca. 1,2 Kilometer?), in den Vortragspausen zwischen Vortragssälen, Industrieausstellung und Pressezentrum herumlaufen, und nach dem Kongresstag dasselbe Spielchen wieder zurück. Nach so einem Kongresstag zeigt mein iPhone-Schrittzähler auch ganz ohne Sport 12.000 bis 15.000 Schritte an. Meine gelben Schuhe machten den Tag prima mit, meine Füße fühlten sich trotz des vielen Herummarschierens eigentlich nicht müde an und waren dank des Omnibreeze-Mesh (sowas hat allerdings eigentlich jeder Laufschuh) auch nicht schwitzmüffelig.
Fazit: zum Herumlaufen bestens geeignet.

IMG_2972

Rennradfahren: Der zweitkleinste linke Zeh schläft ein wie immer

Nächster Testparcours: Eine Rennradtour von ca. 38 Kilometern zur Elbe nach Kollmar und zurück. Ja, ich weiß, dass es für Rennräder Klickpedalen mit den dazu passenden Schuhen gibt. Nein, ich mag die nicht ausprobieren, auch wenn ich mit Klickpedalen neben der Druckphase auch die Zugphase für die Fortbewegung nutzen könnte. Mir macht schlicht die Vorstellung Angst, dass ich im Zweifelsfall nicht schnell genug aus meinen Klickpedalen herauskomme und mich gepflegt auf die Klappe lege. Ich trage beim Rennradfahren daher normale Laufschuhe, in denen mir leider regelmäßig spätestens ab Kilometer 20 der zweitkleinste linke Zeh einschläft und nur mit größter Mühe wieder geweckt werden kann. Meine Hoffnung war nun, dass er im inSoul Move dank des großzügigen Platzangebots im Zehenbereich nicht einschlafen würde. Diese Hoffnung erfüllte sich leider nicht, wie in anderen Schuhen auch kribbelte es ab Kilometer 20 und ich musste mächtig mit den Zehen wackeln um die kleine Schlafmütze wieder wachzurütteln.
Fazit: Zum Rennradfahren für mich genauso gut oder schlecht geeignet wie meine bisherigen Laufschuhe. 🙂

IMG_3305

Laufen: 5 Kilometer am Stück gemütlich und angenehm durchgetrabt

Blieb nur noch eine weitere Testdisziplin: das Laufen. Um meine Motivation zum Laufen ist es derzeit ja nicht besonders gut bestellt, wie man hier nachlesen kann. Zusammen mit meinen aktuellen Problemfuß-Beschwerden – nennen wir sie mal Sehnenreizung – hatte ich also keine sonderlich hohen Erwartungen an meinen ersten Lauf mit dem inSoul Move. Zumal mein Mann Christoph kritisch angemerkt hatte, die Sohle des Schuhs sehe aber nicht nach einer echten Laufschuh-Dämpfung aus. Doch als ich mit den Schuhen meine 5-Kilometer-Hausrunde trabte, war alles okay. Die Schuhe liefen sich sehr angenehm und federten meine Laufschritte gut ab (keine Ahnung, was ein Sportorthopäde dazu sagen würde), seit langem hielt auch erstmals mein Schweinehund wieder die Klappe und ließ mich ungestört die gesamte Strecke durchlaufen. Inwiefern der inSoul Move dauerhaft das Zeug zum Schweinehund-Dompteur hat, muss ich wohl noch in umfangreichen Feldstudien weiter erforschen.
Doch mein Fazit nach dem ersten Lauf: Sehr angenehm zu tragen und zu laufen.

IMG_3371

Ich weiß nicht, wie es einem Läuferfuß nach einem halben oder ganzen Marathon in diesen Schuhen gehen würde, da sie offiziell ja als „Trainingsschuh“ und nicht als „Laufschuh“ ausgewiesen sind. Für mich, deren Laufdistanzen sich in der Regel zwischen 5 und 10 Kilometern bewegen, erfüllt der inSoul Move jedenfalls die Kriterien eines Allround-Trainingsschuhs, den ich im Grunde bei all meinen Outdoor-Trainingsaktivitäten tragen kann.

Man kann die Schuhe online über den Shop von docPrice bestellen oder auf der Website nach Händlern suchen, die Schuhe von docPrice im Sortiment haben. Die inSoul Move Trainingsschuhe kosten 129 Euro und sind in vier verschiedenen Farben erhältlich.

Die Firma docPrice hat mir für diesen Test ein paar inSoul Move Trainingsschuhe kostenlos zur Verfügung gestellt. Mein Blogbeitrag spiegelt meine eigene, vom Unternehmen unbeeinflusste Meinung wider.

 

 

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s