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Von wegen zuckerkrank – ein Blog über glückliches Leben, leckere Ernährung und Sport mit Typ-1-Diabetes

Bauchtanz vor Publikum: Keine Probleme mit Zuckerwerten, blauen Flecken oder Sensor

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In der WhatsApp-Gruppe unserer Bauchtanzgruppe Magnun ging es nach unserem Auftritt am 20. Mai 2017 heiß her: „Wow, was für ein toller Abend!“ oder „Ich bin noch total geflasht“ hieß es da, es wurden Bilder und Videos ausgetauscht, bis das WLAN glühte.

Am Freitag bei der Generalprobe im Saal der Elsa-Brandström-Schule in Elmshorn waren noch ein paar Dinge nicht so gut gelaufen. Die Bühne ist wesentlich größer als unser Trainingsraum, so dass alle Tänzerinnen erst einmal die Dimensionen erkunden und ihre Formationen anpassen mussten. Nach jedem Tanz meinte unsere Trainerin Claudia Döring: „Ihr müsst weiter nach vorn, versteckt euch nicht hinten auf der Bühne! Nutzt die gesamte Bühne!“

Kopfzerbrechen bereiteten mir auch die Wechselzeiten zwischen den einzelnen Tänzen. In etlichen traten Tänzerinnen auf, die gleich beim nächsten Tanz wieder auf die Bühne mussten – in einem anderen, aufwändig dekorierten Kostüm selbstredend. Mein Job war es, nach den Tänzen der anderen Frauen Accessoires wie Schleier, Säbel und Kissen wieder einzusammeln, die auf der Bühne geblieben waren. „Lass dir Zeit damit, dann hat das Publikum ein bisschen was zu gucken und langweilt sich nicht, während wir unsere Kostüme wechseln“, lautete mein Auftrag. Bei der Generalprobe kamen mir die Wechselzeiten trotzdem zum Teil ziemlich lang vor und ich hoffte inständig, dass es am Showtag mit den vielen Kostümwechseln besser klappen würde. Ebenso wie ich hoffte, dass beim letzten Tanz im ersten Showteil keiner der Tänzerinnen eine brennende Kerze vom Tablett fallen würde, das sie auf ihrem Kopf balancierte. Für den einen Tanz, in dem ich mit auf der Bühne war, waren meine größten Sorgen, dass ich versehentlich ohne Schleier auf die Bühne laufen würde und dass ich auf der Bühne unterzuckern könnte.

Bilder sagen mehr als Worte

Doch all meine Sorgen entpuppten sich als unbegründet. Die Licht- und Tontechnik machte einen tollen Job, die Wechsel klappten problemlos, die brennenden Kerzen blieben oben auf den Tabletts, ich lief planmäßig mit Schleier auf die Bühne und mein Zucker hielt sich stabil zwischen 96 und 160 mg/dl, bei Bedarf abgefangen durch die Unmengen Schokolade aka Nervennahrung hinter der Bühne. Meine blauen Flecken am Bauch, die von Insulininjektionen herrührten, waren bis zum Auftritt längst verblasst, und weil ich in der Woche vor dem großen Tag nur unterhalb der Gürtellinie spritzte, kamen auch keine neuen hinzu, die das Publikum hätte sehen können. Über dem Freestyle Libre-Sensor klebte ein hautfarbenes Tape, und bei dem vielen Glitzer fiel er schlicht niemandem auf – zumindest wurde ich kein einziges Mal darauf angesprochen, was das denn für ein ungewöhnliches Ding an meinem Oberarm ist.

Das beste aber war das Publikum: Schon beim ersten Stück klatschten die ca. 200 Zuschauer im Rhythmus mit, es gab viel Zwischenapplaus und donnernden Applaus am Ende jedes Stücks. Sogar für meine simplen Einsätze als Schleier- und Säbel-Einsammlerin wurde geklatscht. 🙂 Wir alle waren mindestens ebenso begeistert wie das Publikum und nach der Show noch lange euphorisch und aufgedreht. Doch Bilder sagen mehr als Worte, daher hier eine Auswahl der schönsten Bilder, die mein Mann Christoph geschossen hat.

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