Süß, happy und fit

Von wegen zuckerkrank – ein Blog über glückliches Leben, leckere Ernährung und Sport mit Typ-1-Diabetes

Motivation zum Laufen gesucht: Kennt jemand eine gute Hundeschule für meinen Schweinehund?

3 Kommentare

Gestern habe ich mal wieder meine „Hausrunde“ von 5 Kilometern gedreht und kam dabei so überhaupt nicht auf Touren. Unter anderem deshalb, weil mir mein Schweinehund ständig die bescheuertsten Argumente eingeflüstert hat, warum ich besser aufhören oder ins Schritttempo verlangsamen sollte.

Ich muss zugeben, dass in den vergangenen paar Monaten nicht mein Schweinehund Schuld daran hatte, dass ich weniger Sport getrieben habe als sonst. Ich habe seit Herbst 2016 beruflich unheimlich viel zu tun und weiß manchmal nicht recht, was ich als ersten Punkt meiner To-Do-Liste in Angriff nehmen soll. Dann war Winter, draußen nasskalt. Dann kam am 11. Januar meine Enkelin zur Welt (ja, ich bin Oma! Auch wenn ich das hier bislang nicht ausgewalzt habe…) und ich hatte viel mehr Lust auf Stricken als auf Sport, typisch Oma eben. Dann spielten meine Zuckerwerte häufiger verrückt als ich es ihnen eigentlich zugestehen mag. Als Übeltäter entpuppte sich meine Schilddrüse, die nach meiner Bauchspeicheldrüse nun das zweite Opfer meines überaktiven Immunsystems wird. Mein Vertrauen in die Leistungsfähigkeit meines Körpers war erst einmal wieder angeknackst.

Nun habe ich seit der Hashimoto-Diagnose inzwischen schon wieder ein paar Sporteinheiten hinter mir. Dabei durfte ich feststellen, dass mein Körper doch noch zu allerhand zu gebrauchen ist, nur eben im Moment ziemlich untrainiert. Ich komme beim Laufen nicht auf Touren, muss häufig Gehpausen einlegen, habe nach einem normalen Geräte-Workout im Fitnessstudio tagelang Muskelkater – das schreit also nach mehr Training und ein bisschen Zähnezusammenbeißen.

Mein Schweinehund sabotiert meine Trainingsversuche

Das alle wäre natürlich viel leichter, wenn mein Schweinehund meine Trainingsversuche nicht so unverschämt sabotieren würde. Gestern zum Beispiel wollte ich nach Feierabend noch meine 5 Kilometer lange Hausrunde laufen. Einfach nur gemütlich laufen, ohne irgendwelche Tempo-Ambitionen. Die ersten 2,5 Kilometer funktionierte das ganz gut, und ich schob zum Ende sogar ein paar etwas zügigere Intervalle ein. Kurze Pause zum Verschnaufen bei Kilometer 2,5, und ein Blick auf Runtastic: trotz schneller Intervalle nur ein Schnitt von 6,59 Minuten pro Kilometer. Dieses… nun ja… ausbaufähige Durchschnittstempo hätte mich eigentlich nicht weiter wundern dürfen, denn ich hatte ja in letzter Zeit kaum trainiert.

Doch mein Schweinehund nutzte den kurzen Moment der Enttäuschung zum Frontalangriff und verhinderte mit seinen Attacken, dass ich den Rückweg im Trab antrat. Hier mal ein paar Auszüge aus seinen fiesen Totschlag-Argumenten:

„Puh, das war ja echt langsam eben. Da kannst du auch genauso gut gehen.“

„Mal im Ernst, wenn du gehst, dann kannst du den Vögeln viel besser beim Zwitschern lauschen. Wenn du so laut schnaufst wie beim Laufen, kriegst du das gar nicht mit!“

„Merkst du nicht, was du für einen Durst hast? Wenn du jetzt wieder läufst, wir der Durst noch schlimmer!“

„Wenn du jetzt wieder läufst, schwitzt du noch mehr. Dann musst du nicht nur duschen, sondern auch Haare waschen. Du hast aber heute morgen erst Haare gewaschen. So häufiges Haarewaschen ist nicht gut für deine Kopfhaut!“

„Erinnerst du dich, was du nach deinem letzten 5-Kilometer-Lauf für einen Muskelkater hattest? Denk dran, dass du am Samstag deine Bauchtanz-Aufführung hast – da kannst du Muskelkater nicht gebrauchen!“

„Du hast jetzt nicht nur Diabetes, sondern auch noch Schilddrüsenprobleme. Du musst es sportlich nun wirklich nicht übertreiben!“

„Schau doch mal, die Abendsonne! Halte doch mal an und mach ein Foto!“

„Wenn du spazierengehst, ist das viel besser für deine Zuckerwerte als Laufen!“

„Das mit dem Triathlon-Startplatz kannst du dir doch nochmal überlegen. Christoph würde ihn ja nehmen, wenn du doch keine Lust hast!“

Der Schweinehund hatte Erfolg. Ich fing auf dem Rückweg nur noch ein paarmal lustlos an zu traben, dann ging ich. Und war zu Hause mächtig frustriert. Wer von euch hat auch so ein besonders perfides Exemplar Schweinehund und kann mir Tipps geben, wie man das Biest besser dressiert? Eine gute Schweinehundschule, das wär’s…

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3 Kommentare zu “Motivation zum Laufen gesucht: Kennt jemand eine gute Hundeschule für meinen Schweinehund?

  1. https://www.bevegt.de/mentaltraining-podcast/
    Den fand ich sehr gut 🙂 Plus Literaturtipp im Text.
    Liebe Antje – dran bleiben! Ich habe nächste Woche meinen ersten 5km-Lauf überhaupt EVER und ich war seit 2 Wochen durch Krankheit nicht laufen. Fühle also mit dir. Was mich momentan sehr motiviert, eine Bekannte sagte zu mir „Mensch Beate, 5km ist immerhin 1/8 Marathon“
    In diesem Sinne, sportlich-trabend-schleichende Grüße, Beate

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  2. Ich kann dich so gut verstehen! Mein Schweinehund „Norbert“ hat mich momentan auch gut im Griff und es nervt mich tierisch wenn er gewinnt.

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  3. Pingback: Ein neuer Sportschuh im Test: Zufrieden mit dem inSoul Move in quietschegelb | Süß, happy und fit

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