Süß, happy und fit

Von wegen zuckerkrank – ein Blog über glückliches Leben, leckere Ernährung und Sport mit Typ-1-Diabetes

Tag 3 meiner Kreuzfahrt mit der Aida: Heute ging es nur um Sport!

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Kann man auf der AIDAprima Sport treiben? Ja, das kann man. Ist man dabei auch mit Diabetes gut betreut und sicher? Ja, davon kann man ausgehen. So zumindest mein Eindruck nach dem heutigen Interview mit einer der Fitnesstrainerinnen und ein paar eigenen Workouts.

Heute morgen gegen 9:30 Uhr hatten wir das erste Zwischenziel unserer Reise erreicht: das britische Southampton. Viele Kreuzfahrtschiffe machen hier halt, und zwar nicht erst seit gestern – schließlich startete auch die legendäre Titanic von hier aus auf ihre fatale Jungfernfahrt. Southampton hat der Tragödie ein eigenes Museum gewidmet, das man sich beim Landgang anschauen kann, sofern man keinen Ausflug nach Stonehenge oder London gebucht hat.

Weil der kostenlose Shuttle-Bus gerade weggefahren war, entschloss ich mich zusammen mit etlichen anderen Aida-Gästen, zu Fuß vom Kreuzfahrtterminal in die Stadt zu gehen. Etwa 20 Minuten dauerte es, bis wir am „Cultural Quarter“ angelangt waren. Weil ich bereits um 13:15 wieder an Bord sein musste, um eine Fitnesstrainerin zu ihren Erfahrungen mit Diabetikern zu interviewen, sparte ich mir die 8,50 Pfund Eintritt und spazierte lieber einfach so ein wenig umher.

Fitnesstrainerin erschien mir ganz gut informiert zum Thema Diabetes

Das Gespräch mit der Fitnesstrainerin war sehr nett und aufschlussreich. Sie schien mir genug Wissen über den menschlichen Stoffwechsel und Diabetes zu haben, um im Falle einer Hypo schnell und richtig handeln zu können. Vor allem aber berichtete sie mir, dass sie auf Gäste, die eher untrainiert und sportlich wenig routiniert wirken, ein besonders genaues Auge hat, damit sie rechtzeitig merkt, wenn diese sich überanstrengen oder drohen zu unterzuckern. Und sie zeigte mir im Spinning-Studio spezielle Geräte zum Spinnig für Rollstuhlfahrer, in Anlehnung an Handbikes. Obwohl sich hier auf diesem barrierefreien Schiff ziemlich viele Rollstuhlfahrer tummeln, vermisst die Fitnesstrainerin sich noch im Spinning-Studio an den Handbike-Geräten.

Auf Fit4Drums war ich schon lange neugierig

Als ich ihr im Gespräch erzählte, dass ich selbst sportlich recht aktiv bin und zum Beispiel Triathlon mache, war sie beeindruckt und empfahl mir gleich ein paar tolle Kurse, die mir beim Training helfen könnten. Und nun habe ich einen Kursplan und quasi einen Trainingsplan für meine Zeit hier an Bord. Tja, selber Schuld, wenn man die Klappe nicht halten kann… Doch Sport stand für mich heute ohnehin auf dem Programm. Ich hatte mir nämlich aus der täglichen Bordzeitung den Kurs Fit4Drums herausgesucht, der am Nachmittag oben auf Deck 14 stattfinden sollte. Ich hatte vor gut einem Jahr schon einmal bei der Sportlerehrung des Elmshorner EMTV eine Fit4Drums-Vorführung gesehen und mir seither vorgenommen, das bei Gelegenheit auch einmal auszuprobieren. Hier gibt es Infos zu diesem neuen Trommel-Trend, der übrigens auch therapeutisch eingesetzt werden kann und z. B. Kindern mit Sprachschwierigkeiten beim Lernen helfen und ihr Selbstvertrauen stärken kann.

Allein mit lauter kleinen Kindern beim Fit4Drums-Kurs

Vielleicht hätte es mir zu denken geben sollen, dass der Fit4Drums-Kurs hier auf der Aida ganz oben hinter dem Familienrestaurant unter der Panoramakuppel stattfand, unter der sich das in erster Linie von Familien bevölkerte Spaßbad befindet. Und so stand ich vorhin unverhofft in einer Reihe mit lauter kleinen Zwergen, die auch einmal trommeln wollten, und deren Mütter oder Omas besorgt hinter ihnen standen und aufpassten, dass sie keinen Unsinn mit den Drumsticks anstellten. Die Zwerge hatten natürlich Schwierigkeiten, den Schrittfolgen beim Fit4Drums-Workout zu folgen und verloren schnell das Interesse. Es rückten immer mal neue Zwerge nach, die wild auf die BoDrums einschlugen, aber andere Erwachsene sichtete ich nicht. Das Workout machte trotzdem Spaß, und nach 30 Minuten war ich schweißgebadet – allerdings in erster Linie wegen der tropischen Temperaturen unter der Glaskuppel und der hohen Luftfeuchtigkeit. Und weil ich mich nun einmal schon in die Sportklamotten geschmissen hatte, schloss ich gleich noch eine kleine Einheit Intervalltraining auf dem Laufband im Fitnessstudio an.

Mit all dem Herumlaufen in Southampton, den vielen Treppen und Wegen an Bord, dem Fit4Drum-Kurs und der Laufeinheit verzeichnet mein Fitbit-Schrittzähler für den heutigen Tag bereits über 24.000 Schritte. Ach ja, und da ich bislang meinen Vorsatz einhalte, hier auf dem Schiff kein einziges Mal den Aufzug zu benutzen, werden heute auch noch ein paar tausend Schritte dazu kommen. Wer hätte das gedacht, dass ich ausgerechnet auf einem Schiff Fitbit-Schrittekönigin werde?

Die beschriebene Kreuzfahrt wurde mir von AIDA Cruises kostenlos zum Zweck der Berichterstattung für Focus Diabetes zur Verfügung gestellt. Meine Blogbeiträge über diese Kreuzfahrt spiegeln meine persönliche und vom Veranstalter unbeeinflusste Meinung wider.

 

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