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Von wegen zuckerkrank – ein Blog über glückliches Leben, leckere Ernährung und Sport mit Typ-1-Diabetes

Perfektes Versteck für ein hartgekochtes Ei: Frikadelle mit Ratatouille

2 Kommentare

 

Wahrscheinlich hat sich dieses Rezept auch schon jemand vor mir ausgedacht. Doch ich schwöre, dass ich nicht in eines meiner unzähligen Rezeptbücher geschaut habe, bevor ich damit losgelegt habe. Jedenfalls waren meine mit hartgekochten Eiern gefüllten Frikadellen mit Ratatouille sehr lecker und extrem blutzuckerfreundlich.

Nein, es ist noch nicht Ostern und damit auch noch nicht Zeit, Eier zu verstecken. Eigentlich bin ich vor allem deshalb auf die Idee mit dem hartgekochten Ei gekommen, weil heute morgen unsere Biokiste geliefert wurde und drei 6er-Packungen Eier enthielt. Worauf mein Mann sagte: „Oh, nun müssen wir aber viele Eier essen in den nächsten Tagen, unten im Kühlschrank ist auch noch eine 10er-Packung! „Unten“ heißt dabei im Keller. Wir finden es ganz praktisch, einen zweiten Kühlschrank im Keller zu haben, zum Beispiel für Vorräte an Quark und anderen Milchprodukten, kaltem Bier und eben auch Eiern. Einziger Nachteil an dieser Form der Vorratshaltung ist, dass man schnell mal vergisst, was eigentlich unten noch alles da ist. Und so kam es zu unserem großen Eiervorrat und meiner Idee, irgendwas mit Eiern zu brutzeln.

Aber genug der Vorgeschichte, ihr wollt ja eigentlich ein Rezept! 🙂

Zutaten:

Für die Frikadellen:

  • 500 Gramm Rinderhack
  • 4 hartgekochte Eier
  • 1 rohes Ei
  • 3EL Haferflocken (oder auch Haferkleie)
  • eine gute Handvoll diverse frische Kräuter (in meinem Fall: glatte Petersilie, Koriander)
  • Salz, Pfeffer

Für das Ratatouille:

  • 1 Zwiebel
  • Olivenöl oder Kokosöl
  • 200 Gramm Champignons
  • 1 rote Paprika
  • 1 Zuchini
  • 1 kleine Dose Pizzatomaten
  • Gewürze nach Belieben

Zubereitung:

Für das Ratatouille zunächst die Zwiebel und die anderen Gemüsesorten klein würfeln und im Fett anbraten. Nach einer Weile die Pizzatomaten dazugeben und alles schmurgeln lassen. Mit Salze, Pfeffer und mediterranen Gewürzen nach Belieben abschmecken. Auf kleiner Flamme weiterköcheln lassen, bis auch die Frikadellen fertig sind.

Für die Frikadellen Hack, das rohe Ei, Haferflocken oder –kleie sowie kleingehackte Kräuter und Gewürze gut durchmengen. Die hartgekochten Eier pellen. Jeweils ein Ei mit einem Viertel der Hackfleischmasse umschließen und außen schön glatt streichen, damit sich die Hülle möglichst nicht vom Ei löst. Ist mir so mittelmäßig gelungen – zumindest bei einer Frikadelle hielt das Fleisch beim Braten nicht so richtig um das Ei, da hätte ich vermutlich noch ein bisschen hingebungsvoller glätten müssen. Nun die Frikadellen in Fett anbraten, dabei immer wieder wenden, damit sie von allen Seiten angebraten werden. Weil sie runder als gewöhnliche Frikadellen sind, reicht es nicht, sie von zwei Seiten anzubraten. Beim Wenden bzw. Weiterdrehen unbedingt aufpassen, dass sich die Hülle nicht vom Ei löst. Ist aber machbar.

Wir haben heute Abend jeder eine Frikadelle und eine Portion Ratatouille gegessen und waren gut gesättigt. Für morgen haben wir noch eine Portion für jeden – wie praktisch. Meine neue Kreation hat uns sehr gut geschmeckt und sich für mich auch als sehr blutzuckerfreundlich erwiesen – Kunststück, es sind ja kaum Kohlenhydrate enthalten (Haferflocken bzw. –kleie, rote Paprika). Ich hatte vor dem Essen einen Glukosewert von 88 mg/dl, habe deshalb auf Insulin verzichtet und hatte eine gute Stunde nach dem Essen dann 110 mg/dl. Es kann natürlich sein, dass sich in ein paar Stunden Fett und Eiweiß noch bemerkbar machen. Doch das finde ich allemal leichter zu handhaben als Nudeln. Insofern: Guten Appetit bei einem weiteren Lowcarb-Rezept!

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2 Kommentare zu “Perfektes Versteck für ein hartgekochtes Ei: Frikadelle mit Ratatouille

  1. Hallo Antje,

    meine Großmutter hat die hartgekochten Eier früher immer in einem Hackbraten verpackt. Der wurde dann im Backofen gegart, war dadurch weniger fettig und fiel nicht auseinander, weil er nicht gewendet werden brauchte. Am Ende wurde er dann zum Servieren in Scheiben geschnitten.

    Grüßle aus der Nachbarschaft
    Iris

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    • Liebe Iris, oh ja, sowas habe ich zumindest in Rezeptbüchern auch schon gesehen. Gute Idee! Bei meiner Oma gab es oft Königsberger Klopse, auch sehr lecker… 😊 liebe Grüße, Antje

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