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Von wegen zuckerkrank – ein Blog über glückliches Leben, leckere Ernährung und Sport mit Typ-1-Diabetes

T1Day 2017: Hier gibt es ein paar erste Eindrücke aus Berlin

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Du warst gestern nicht beim T1Day in Berlin? Tja, Pech gehabt, du hast eine tolle Veranstaltung verpasst! Ich bin froh, dass ich vom 28. bis 29. Januar 2017 in Berlin war und dieses Jahr auch meinen Mann Christoph zum ersten Mal mit zum T1Day geschleift habe. Der hat es übrigens nicht bereut, den Sonntag mit 260 Typ-1-Diabetikern bei Vorträgen und Workshops in einem Hotelsaal mit vollaufgedrehter Heizung zu verbringen.

In den kommenden Tagen werde ich noch den einen oder anderen Bericht über den T1Day schreiben, der dann in Kürze in der diabetes zeitung der DDG, in der Blood Sugar Lounge und hier auf meinem Blog zu lesen sein wird. Aber so lange die Eindrücke noch frisch sind, hier schon ein klitzekleiner Kurzbericht.

Mein Geheimtipp für Berlin: Das Otto Bock Science Center!

Als wir Sonnabend gegen Mittag in Berlin angekommen waren, stapften Christoph und ich erst einmal los in Richtung Potsdamer Platz. Unser Ziel war das Science Center von Otto Bock, Hersteller von Prothesen, Orthesen und Rollstühlen, der seit der Diskussion um „Technik-Doping“ im Zusammenhang mit Sprint-Stars wie Oscar Pistorius und seinem Engagement als Sponsor der Paralympics inzwischen auch einer breiteren Öffentlichkeit bekannt ist. Hat erst einmal nicht direkt mit Diabetes zu tun, war aber trotzdem enorm interessant und lehrreich. Zumindest, wenn man sich wie ich dafür interessiert, wie der menschliche Körper funktioniert und wie sich körperliche Defizite durch Technik kompensieren lassen. Womit die Brücke zum Thema Diabetes dann ja doch fix hergestellt wäre. Das Science Center von Otto Bock ist als interaktives Museum konzipiert. Man erfährt viel über das Zusammenspiel von Gehirn, Nerven und Muskeln und darüber, wie physiologische Vorgänge durch (Prothesen-)Technik simuliert werden. Alles zum Anfassen und Ausprobieren. Mein Favorit war der Rollstuhl-Parcours: Bitte Platz nehmen in einem Rollstuhl, der auf eine bewegliche Platte montiert ist. Vis-à-vis ein Monitor mit einem interaktiven Rollstuhl-Parcours, den ich virtuell mit meinem Rollstuhl durchfahren kann. Geht es eine Rampe hinauf, lassen sich die Räder des Rollstuhls nur mit großer Anstrengung bewegen. Mit ordentlich Schwung den Bordstein runter? Da fängt der Rollstuhl ganz schön an zu wackeln, es fühlt sich an wie in einem Schleudersitz. Ein Untergrund aus Kies kribbelt unter dem Po, auf Kopfsteinpflaster fährt es sich schlecht, und das mit den Kurven ist gar nicht so einfach. Probiert es doch auch mal aus, wenn ihr das nächste Mal in Berlin seid!

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Auch wenn die Probefahrt auf dem Rollstuhl-Parcours Spaß gemacht hat, bin ich natürlich heilfroh, dass meine Beine (anders als meine Bauchspeicheldrüse) ihren Dienst nicht verweigern. Denn so konnten sie mich noch quer durch das kaltsonnige Berlin tragen, wo sogar ein paar Gewässer zugefroren waren und schlittschuhfahrendes und eishockeyspielendes Volk anlockten.

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T1Day Marktplatz: Kurzvortrag über mein Buch über Diabetes und Angehörige

Am Ende des Tages hatte mein Fitbit-Fitnesstracker tolle 18.000 Schritte gezählt. Damit hatte ich zum Glück einen kleinen Vorrat für Sonntag, denn beim T1Day im Ramada-Hotel gab es nicht allzu viel Gelegenheit, etwas für das Tagesziel von 10.000 Schritten zu tun. Dafür bekamen wir rund 260 Teilnehmer eine Menge spannender Vorträge, Infos von den Herstellern der Diabetesindustrie und Nonstop-Netzwerken geboten. Ich selbst erzählte beim „Marktplatz für neue Ideen“ kurz von meinem Buch über Angehörige und Diabetes, das ja noch in der ersten Jahreshälfte 2017 herauskommen soll. Nach meinem Kurzvortrag (danke an Marcel von www.ishinne-diabetes.de für das Foto!) wurde ich von einer ganzen Reihe von Leuten angesprochen, die mir allesamt versicherten, wie sehr sie sich schon auf das Buch freuen. Ich kann nur sagen: So ein Feedback motiviert ungemein, vielen Dank!

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Christoph: der stille Beobachter an meiner Seite

Ganz überraschend wurde zum Ende auch noch Christoph auf die Bühne gebeten. Er sollte in der Schlussrunde schildern, wie er als Typ-F-Diabetiker seinen ersten T1Day erlebt hat. „Ich war beeindruckt, auf welchem wissenschaftlichen Niveau die Vorträge waren – und trotzdem nah dran an den Anwendern“, sagte er. Als Ingenieur und Messtechniker war er naturgemäß besonders neugierig auf alles, was mit Datenaufzeichnung, Datenauswertung und Algorithmen zu tun hatte. Und auf Frage von Fredrik (im Foto links), ob er als Typ-F-Diabetiker denn auch mein Diabetesmanagement übernehme, antwortete er zu meiner Zufriedenheit: „Das macht Antje ganz allein, ich muss da keine Angst haben, denn sie macht das gut. Aber ich beobachte natürlich still, wie sie ihren Diabetes managt.“ Merci, Cherie! ❤

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