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Von wegen zuckerkrank – ein Blog über glückliches Leben, leckere Ernährung und Sport mit Typ-1-Diabetes

Von heiter bis wolkig: Mein persönlicher Diabetes-Jahresrückblick 2016

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In diesen Tagen schaut jeder zurück auf das alte Jahr, was daran gut und was schlecht war. Schreibt auf, was nächstes Jahr besser werden soll (und verdrängt hartnäckig, wie es um die Erfolgsaussichten der guten Vorsätze bestellt ist). Wenn ihr der Jahresrückblicke noch nicht müde seid, dann schaut euch an, was mich und meinen Diabetes in diesem Jahr bewegt hat.

Januar 2016:

Die Techniker Krankenkasse stoppte die Kostenerstattung für meine Freestyle Libre-Sensoren. Blöd, aber das war schon eine Weile angekündigt gewesen. Ich entschloss mich, die Sensoren vorerst privat weiter zu kaufen – weil ich mich sehr an das System gewöhnt habe und es nicht mehr missen möchte.

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Februar 2016:

Mit einer insgesamt vierköpfigen Staffel der IDAA rannte ich zusammen 59-mal um einen See. Mit dem tollen Titel „Sibirien-Marathon“ klingt so eine Verrücktheit doch gleich viel cooler, oder? Übrigens: Auch 2017 habe ich wieder eine Staffel reserviert, und es sind noch ein paar Plätze zu vergeben. Wer Interesse hat, bitte einfach melden.

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März 2016:

Im März habe ich irre viel gebloggt. Was vor allem an meiner Laufreise nach Andalusien lag, bei der ich mich tatsächlich jeden Abend hingesetzt und meine Eindrück vom Bootcamp und seinen Folgen für mein Diabetesmanagement niedergeschrieben habe. Außerdem immer ein wichtiger Termin: Mein Diabetes-Jahrestag am 30. März. In diesem Jahr war meine Diagnose bereits 6 Jahre her…

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April 2016:

Es gab eine ganze Reihe von Themen, mit denen ich mich im April beschäftigt habe. Zum Beispiel mit der Frage, ob der Hersteller Abbott für Hautreaktionen auf das Freestyle Libre haftet. Außerdem begann ich im April mit der Suche nach Interviewpartnern für mein Buchprojekt „Diabetes und Angehörige„, das mich auch weiterhin noch ziemlich auf Trab hält.

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Mai 2016:

Im Mai fasste ich einmal zusammen, was so ein Diabetestäschchen alles können muss. Und outete mich als Schafefotografin beim Itzehoer Störlauf, bei dem ich mit anderen Diabetikern aus der IDAA angetreten war. Außerdem besuchte ich die Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG), bei der erstmals die nagelneue „diabetes zeitung“ der DDG präsentiert wurde, für die ich seither als regelmäßige Autorin schreibe. Kongressbesuche dieser Art sind für mich immer besonders cool, weil ich bezahlte Arbeit mit privater Fortbildung verknüpfen kann.

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Juni 2016:

Im Juni berichtete ich von meinem Besuch bei Novo Nordisk in Dänemark, wo ich im Rahmen einer Pressereise die Produktionsstätten des Konzerns besichtigen durfte. Beim Anblick der automatisierten Insulinabfüllung hatte ich auf einmal einen dicken Kloß im Hals. Kurz darauf zog es mich schon wieder nach Skandinavien zum DXStockholm von Abbott, einem Event für Diabetes-Blogger aus ganz Europa, inklusive schwerer Hypo und Rettungseinsatz bei einer andere Bloggerin. Es gab aber auch Lustiges bei mir zu lesen, zum Beispiel über meine Erfahrungen mit dem fitbit Schrittzähler.

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Juli 2016:

Was für ein ereignisreicher Monat! Weil die DAK angekündigt hatte, ab sofort die Kosten für das Freestyle Libre für ihre Mitglieder zu übernehmen, entschloss ich mich zum Kassenwechsel. Nur um einen Tag später zu erfahren, dass meine bisherige Krankenkasse, die TK, ebenfalls mit einer Satzungsänderung nachzieht und die Sensoren bezahlt. Also fix wieder zurückgewechselt. Ansonsten hielt mich – wie mittlerweile immer im Monat Juli – der Hamburger Triathlon ganz gut auf Trab.

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August 2016:

Der Buchvertrag war endlich unter Dach und Fach, ich startete mit den Interviews für mein Buch „Diabetes und Angehörige“. Was eine Menge Fahrerei quer durch die Republik mit sich brachte, und damit verbunden auch ganz eigene Gedanken zum Thema „Diabetes Typ F“. Spannend war für mich ein Pressetermin am Hamburger UKE, wo ich im Adipositas-Zentrum einer OP zur Magenverkleinerung beiwohnen durfte und einen anderen Betroffenen von den Problemen mit seiner Fettleibigkeit im Alltag berichten hörte. Und ja: Diabetes und Fettleibigkeit haben mehr miteinander zu tun als dem einen oder anderen lieb ist.

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September 2016:

Es war mal wieder ein sportlicher Monat: Im September startete ich mit einer Staffel der IDAA beim Münster-Marathon. Außerdem hatte ich auch in diesem Jahr wieder die Gelegenheit, für die Medical Tribune und die neue diabetes zeitung den Jahreskongress der European Association for the Study of Diabetes (EASD) zu besuchen, der 2016 in München stattfand. Unmittelbar nach dem Kongress ging es für mich und Christoph für eine (bis auf einen etwas traumatischen Lauf durch Tiefsand) wunderbar erholsame Woche in den Urlaub nach Amrum.

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Oktober 2016:

Der Elmshorner Stadtlauf, bei dem ich in diesem Jahr mit einem Team des Willkommensteams für Flüchtlinge Elmshorn antrat, war für mich persönlich von einem beängstigenden Zwischenfall überschattet: Ich erlebte einen Unfall mit und merkte, wie weit mein letzter Ersthelfer-Kurs schon zurücklag. Und bei der Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) sammelte ich erneut Stoff zum Schreiben für meine Kunden, aber auch für mein Blog.

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November 2016:

Der Diabetesmonat November ist für manche Leute in der Community eine richtig große Sache. Sie lackieren sich die Nägel blau, pinseln blaue Ringe auf ihr Gebäck, ändern ihre Facebook-Profilbilder und reden ganz viel über Diabetes. Ich bin bei diesen Aktionen etwas zwiespältig, denn für mich ist jeder Monat Diabetesmonat, auch ohne Blau und viel Gedöns. Trotzdem freute ich mich, dass neben uns Bloggern auch ein großes und etabliertes Medium wie der „Spiegel“ im Diabetesmonat auffällig viele Diabetesthemen aufgegriffen hat.

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Dezember 2016:

Das Jahresende war für mich ziemlich stressig, weswegen ich auf meinem Blog in erster Linie Texte veröffentlichte, die zuvor schon anderswo erschienen waren, nämlich in der Blood Sugar Lounge oder bei Focus Diabetes. Eigentlich hatte ich gedacht, dass ich im Dezember nach einem sehr arbeits- und ereignisreichen Jahr endlich ein bisschen mehr zur Ruhe kommen würde. Mit Plätzchenbacken, mehr Lesen, Stricken, Besuchen auf Weihnachtsmärkten mit Freunden. Leider klappte das nicht wie gewünscht. Ich war beruflich eingespannt bis zum Schluss, ärgerte mich über das Finanzamt, machte mir Sorgen um die Zukunft einzelner beruflicher Projekte und war betrübt wegen etlicher Beziehungsdesaster in meinem persönlichen Umfeld. Es gab gegen Ende des Jahres eindeutig zu viele Momente, in denen ich mich sehr erschöpft und ausgebrannt fühlte.

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Vorsätze für 2017:

Und deshalb lautet mein allerwichtigster Vorsatz für das neue Jahr: Weniger Stress, mehr Ruhe, mehr Zeit für mich und meine Hobbies und auch für Sport (der in 2016 definitiv zu kurz gekommen ist, auch wenn die Bilder hier auf dem Blog manchmal etwas anderes suggerieren). Auch wenn ich auf ziemlich hohem Niveau jammere: Meine Blutzuckerwerte beschweren sich nun einmal, wenn ich meinen Hintern nicht jeden Tag für eine Sporteinheit hochbekomme. Leider bedeutet mein Vorsatz auch: Ich muss zu manchem ganz bewusst Nein sagen, damit das Pensum zu bewältigen bleibt. Das fällt mir schwer, denn ich bin ein begeisterungsfähiger Mensch, der ganz ganz viel anschauen, ausprobieren, mitmachen und mit vorantreiben möchte. Geht aber nicht. Ich brauche mehr Pausen, mehr Zeit für mich und meine Lieben, mehr Urlaub und häufiger pünktlich Feierabend. In diesem Sinne wünsche ich uns allen einen guten Rutsch in ein ruhiges neues Jahr ohne Krisen, die unseren Atem stocken lassen (denn auch das war ja 2016… naja… ein bisschen schwierig… aber davon fange ich jetzt erst gar nicht an). Kommt alle gut rüber!

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