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Von wegen zuckerkrank – ein Blog über glückliches Leben, leckere Ernährung und Sport mit Typ-1-Diabetes

Fluffige Eierpfannkuchen mit Heidelbeeren – und weniger Kohlenhydraten als üblich

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Bevor ich Mutter wurde, hatte ich keine Ahnung, wie man Pfannkuchen zubereitet. Doch Kinder lieben sie nun einmal, und mein Sohn (damals etwa drei Jahre alt) kam bei seiner Tagesmutter auf den Geschmack. Glücklicherweise erklärte er mir auch ganz genau, wie das geht mit den Pfannkuchen: „Du musst die Pfanne mit dem Pfannkuchen ganz schnell hochheben, damit der Pfannkuchen bis fast an die Decke fliegt. Und dann musst du die Pfannkuchen im Ofen ganz hoch stapeln!“

Als ich es der Tagesmutter nachtun wollte, war meinem Sohn leider alles nicht hoch genug: Weder die Flughöhe der Pfannkuchen, noch der Stapel zum Warmhalten im Ofen. Meinen Einwand, dass die Tagesmutter ja vier eigene und fünf Tageskinder plus regelmäßigen Spielbesuch zu verköstigen hatte und allein deshalb ein so hoher Pfannkuchenstapel nötig war, mochte er nicht gelten lassen. Zum Glück schmeckten ihm die Pfannkuchen. Und auch nachdem er längst von zu Hause ausgezogen ist, mache ich weiterhin gern Pfannkuchen. Für mich, für meinen Mann, für alle.

Inzwischen verwende ich allerdings ein etwas abgewandelten Rezept, um Mehl und damit Kohlenhydrate einzusparen, die den Blutzucker ins Chaos stürzen könnten. Der höhere Eiweianteil sorgt außerdem für eine längere Sättigung. Das Rezept geht so:

Zutaten:

  • 2 Eier
  • 125 Gramm Ricotta Frischkäse
  • ca. 100 ml Milch
  • 1 EL Mandelmehl
  • 1 EL Haferkleie
  • 2 EL Weizenmehl
  • 2 TL Tagatesse als Zuckerersatz
  • Kokosöl zum Ausbacken
  • 250 Gramm Heidelbeeren

Zubereitung:

Alle Zutaten (bis auf die Heidelbeeren und das Kokosöl!) in einem Rührgefäß zu einem geschmeidigen, halbwegs flüssigen Teig verarbeiten. Kokosöl (oder wahlweise auch ein anderes gutes Fett) in einer kleinen Pfanne erhitzen. Teig portionsweise in die Pfanne geben und von beiden Seiten ausbacken. Der Pfannkuchen wird wegen des Ricotta und der geringen Mehlmenge etwas fluffiger als ein gewöhnlicher Pfannkuchen und reißt beim Wenden etwas leichter ein. Manch einer reduziert den Mehlanteil vielleicht sogar noch drastischer als ich – da mir Pfannkuchenwendemanöver aber weniger gut gelingen als anderen Menschen (siehe oben…), behalte ich einen gewissen Mehlanteil bei. Schließlich hat das Klebereiweiß Gluten im Weizenmehl durchaus eine sinnvolle Funktion: nämlich den Teig zusammenzuhalten. Das Wendemanöver ist also machbar, erfordert nur ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl als bei einem gewöhnlichen Mehlpfannkuchen.

Pfannkuchen auf einem Teller stapeln. Die angegebene Menge reicht für 4 Pfannkuchen. Damit wird der Stapel zwar nicht hoch genug um meinen Sprössling zu beeindrucken, aber hoch genug um 2 Menschen zum Frühstück zu sättigen. Zumal man ja noch Heidelbeeren darübergeben kann. Ich habe immer größere Vorräte Heidelbeeren im Tiefkühlschrank, denn einmal im Jahr fahren wir zum Heidelbeerhof in Willenscharen, ernten was das Zeug hält, kochen Marmelade und frieren den Rest in 500-Gramm-Portionen ein.

Kohlenhydrate:

Für die hier angegebene Menge habe ich insgesamt 61 Gramm Kohlenhydrate errechnet:

  • Ricotta: 6 Gramm KH
  • Milch: 5 Gramm KH
  • Haferkleie: 7 Gramm KH
  • Mehl: 28 Gramm KH
  • Heidelbeeren: 15 Gramm KH

Der Kohlenhydratanteil von Mandelmehl ist derart gering, dass man ihn bei dieser Menge getrost vernachlässigen kann. Zu beachten ist (Stichwort Spritz-Ess-Abstand oder verzögerter Bolus), dass alle kohlenhydrathaltigen Zutaten außer Weißmehl nur ziemlich langsam verstoffwechselt werden, den Blutzucker daher nur langsam ansteigen lassen. Dafür steigt die Freude über den Genuss leckerer Pfannkuchen sofort beim Verzehr, versprochen! 🙂

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