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Hamburg-Triathlon 2016: So lief es bei den anderen Startern aus der IDAA!

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Beim ITU-Triathlon in Hamburg vor genau drei Wochen war ich nicht allein am Start, sondern Teil eines kleinen Teams der IDAA, der internationalen Vereinigung von Sportlern mit Diabetes. Hier könnt ihr nachlesen, wie es den anderen IDAA-Triathleten ergangen ist: Da gab es ein paar Viren- und technische Pannen, aber trotzdem tolle Zeiten…

Wie es mir ganz persönlich beim ITU-Triathlon am 16. Juli 2016 in Hamburg ergangen ist, habe ich hier ja schon ausführlich beschrieben. Außer mir waren aber noch weitere Typ-1-Diabetikerinnen und –Diabetiker auf der Strecke, die ebenfalls in der IDAA Mitglied sind und sich bei diversen Wettkämpfen zusammenfinden und sich über ihr Training und ihr Diabetesmanagement beim Sport austauschen.

Dieses Mal 6 IDAA-Starter bei Hamburger Triathlon dabei

Dieses Jahr hatten sich außer mir noch Bianca Matzen, Tobias Paul, Arndt Fiolka, Mireia Farrés und Kathi Schudmann für verschiedene Wettkämpfe im Hamburg-Triathlon angemeldet. Bianca, Kathi und Tobias starteten als Einzelstarter in der Olympischen Distanz am Sonntag (1.500 Meter Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren, 10 Kilometer Laufen). Und weil Tobias mit einer einzigen Olympischen Distanz am Tag nicht ausgelastet ist J, war er außerdem zusammen mit Arndt und Mireia für die Staffel der Olympischen Distanz angemeldet. Mireia wollte die Schwimmstrecke, Arndt die Radstrecke und Tobias den Laufkurs übernehmen.

Wer kann auf die Schnelle für die erkältete Schwimmerin einspringen?

Am Sonnabend Nachmittag – ich hatte meine Sprintdistanz bereits hinter mir und mein Fahrrad aus der Wechsezone ausgecheckt– trafen wir uns alle (z. T. mit unseren Partner/innen) im Restaurant Saliba in den Alsterarkaden, um miteinander leckeres syrisches Essen zu genießen, über den anstehenden Wettkampf am Sonntag zu plaudern und den Schwimmstart der Elite-Frauen zu beobachten. Erster kleiner Schockmoment: Mireia war erkältet, fühlte sich seit Tagen krank und hatte das Gefühl, dass sie am nächsten Tag besser nicht im Schwimmen in der Staffel starten sollte. Doch wer könnte auf die Schnelle für sie einspringen? Zum Glück hatte Bianca ihren Mann Bernd (Nicht-Diabetiker, aber trotzdem ebenfalls IDAA-Mitglied) mit dabei, der sich zwar eigentlich auf einen gemütlichen Vormittag als Zuschauer eingestellt hatte, dann aber doch gern bereit war, an den Start zu gehen. Puh, die Staffel war gerettet!

Arndt: Sorge um die Batterie des CGM-Transmitters

Mit ganz anderen Problemen hatte Arndt sich herumzuärgern. Er selbst war zwar fit, dafür machte sein CGM-Sensor Mucken. Doch ich lasse ihn hier lieber selbst zu Wort kommen: „Der Tag vorher begann für mich mit Schrecken: Die Software zur Auswertung des Dexcom CGM-Sensors zeigte mir auf dem Smartphone an: Battery low. Der normale Dexcom-Receiver zeigte mir noch OK an. Oh Mann, dachte ich, irgendwas ist immer und immer zum falschen Zeitpunkt. Und: Ich freue mich immer wieder, dass ich mich unserer diabetischen Bastelgruppe angeschlossen habe, wo wir Lösungen entwickelt haben, die das Leben vereinfachen und im Fall des Spannungsabfalls proaktiv darüber informieren. Die Nacht über und am Morgen hielt der Transmitter durch und wir trafen uns um kurz nach 9 am Check-In. Dann sind Bernd und ich zum Startplatz Ö gelaufen. Für mich ideal, hatte ich doch den kürzesten Weg zum Start meines Radfahrparts. Bernd zog sich um und lief zum Schwimmstart. Inzwischen kam Tobias von seiner kompletten Olympischen Distanz zurück. Bernd war schnell, er war nach einer guten halben Stunde zurück , wir tauschten den Transponder aus und los ging’s auf die 40 km. Es war anstrengend. Die Strecke ist einfach zu kurz, du musst einfach alles geben. Es war windig, es ging bergan. Ich habe in den Vier- und Marschlanden trainiert, 40 Km, 1:15 bis 1:20 Stunden einfach nur Druck, Druck und nochmals Druck auf die Pedale geben. Während des Rennens lag mein Puls bei knapp unter 180, ich spürte das Brennen des Laktats in den Oberschenkeln. Habe einige Radler überholt, und wurde überholt. An den Wendepunkten habe ich immer meinen Saft aus der Trinkflasche getrunken, um schnell Zusatz-KH für die 10 Kilometer aufzunehmen. Die Strecke von Klein Flottbek zurück zum Ballindamm war einfach geiler, Rückenwind, Gefälle. Am Ziel angekommen musste ich nur noch 150 m laufen, bis ich den Transponder Tobias übergeben konnte. In den Trikotaschen hatte ich zwei Empfänger, den Dexcom und mein Smartphone mit dem Xdrip. Ich habe keine Vibrationen aus den Trikotaschen gespürt, also war mein BZ während der Fahrt auch nicht zu niedrig. Das schönste war am Ende der Zieleinlauf zu dritt mit Bernd und Tobias, das ist wirklich die Krönung am Ende.“

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Tobias: Libre-Lesegerät übersteht Sturz auf die Reeperbahn bei 35 km/h

Nicht ganz ohne Tücken war zuvor auch Tobias Einzelstart in der Olympischen Distanz verlaufen. Auf der Radstrecke fiel ihm auf der Reeperbahn das Lesegerät seines Freestyle Libre aus der Tasche, so dass er umdrehen und es suchen musste – und dabei wertvolle Sekunden verlor. Das Lesegerät hatte beim dem Sturz auf die sündige Meile bei einer Geschwindigkeit von 35 km/h zum Glück keinen Schaden genommen. Kein Wunder also, dass Tobias bei seinem zweiten Start am selben Tag als Läufer in der IDAA-Staffel schon ein bisschen schwere Beine hatte: „Ich bin noch nie so beschleunigt ins Ziel gelangt, dadurch dass Arndt mich eingehakt bei einem Schnitt von 3:58/km auf den blauen Teppich auf dem Rathausmarkt katapultiert hat.“

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Kathi: Wo ist der kleine Ring an der Reservoirhalterung der Pumpe geblieben?

Auch bei Kathi machte die normalerweise so hilfreiche Diabetestechnik erst einmal Stress: Wie man auf ihrem eigenen Blogbeitrag über den Hamburg-Triathlon nachlesen kann, hatte sich der Plastikring an der Halterung des Reservoirs bei ihrer Minimed 640G gelöst und fehlte. Eigentlich kein Problem, die Pumpe lief ja – aber Kathi wollte das gute Stück ja auch beim Freiwasserschwimmen tragen. Und wer weiß, ob dieser kleine Plastikring nicht entscheidend dafür ist, dass die Pumpe wasserdicht ist? Die über die Hotline georderte Ersatzpumpe kam nicht rechtzeitig zum Triathlon an, also verstaute sie die Pumpe zur Sicherheit in einem Plastikbeutel, bevor sie sie zum Schwimmen mit in den Neoprenanzug packte. Zum Glück tat die Pumpe auf diese Weise ihren Dienst und Kathi konnte beim Triathlon so richtig durchstarten.

Die Gesamtwertung der Staffel (Olympische Distanz) kann man hier nachlesen.

Biancas Ergebnisse (Olympische Distanz) kann man hier nachlesen.

Kathis Ergebnisse (Olympische Distanz) findet man hier.

Tobias Ergebnisse im Einzelstart (Olympische Distanz) findet man hier.

Und meine eigenen Ergebnisse (Sprintdistanz am Sonnabend) findet man hier.

Das Event hat wieder einmal Riesenspaß gemacht – und das Treffen mit anderen IDAA-Athleten ebenso. Fortsetzung folgt!

P. S.: Vielen Dank an alle Beteiligten für ihre Kurzberichte und Fotos!

 

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2 Kommentare zu “Hamburg-Triathlon 2016: So lief es bei den anderen Startern aus der IDAA!

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