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Von wegen zuckerkrank – ein Blog über glückliches Leben, leckere Ernährung und Sport mit Typ-1-Diabetes

Daily Dose Mini-Insulinspritze: Wie gewonnen, so zerronnen…

8 Kommentare

Kaum hatte ich die Mini-Insulinspritzen „Daily Dose“ von Mylife entdeckt und getestet, waren sie auch schon nicht mehr lieferbar, weil der Hersteller sie mangels Nachfrage vom Markt genommen hat. Schade.

Vor einer Weile hatte ich an dieser Stelle über die Mylife Daily Dose Insulinspritze berichtet die weniger Platz als ein normaler Insulinpen beansprucht und deshalb eigentlich prima zum Mitnehmen beim Sport geeignet ist. Die kleine Einschränkung „eigentlich“ deshalb, weil die genaue Dosierung mit der 0,3 ml Spritze nicht so einfach ist und weil ich gerade beim Sport sehr präzise kleinste Mengen Insulin abgeben möchte, damit ich nur einen erhöhten Wert vorsichtig korrigieren kann und mich nicht versehentlich ins Hypo-Nirvana katapultiere. Nach meinem Bericht erreichten mich einige Kommentare, dass von Mylife Daily Dose ja auch 0,1 ml Spritzen verfügbar sind, mit denen die Dosierung aufgrund der insgesamt geringeren maximalen Füllmenge deutlich einfacher ist. Ebenso erreichten mich allerdings auch Kommentare, wonach man sich fix bevorraten sollte, weil Mylife die Mini-Insulinspritzen vom Markt nimmt.

Mangels Nachfrage vom Markt genommen – und schwupps steigt die Nachfrage

Zum Glück stand wenige Tage später mein Quartals-Check beim Diadoc an, wo ich mir fix ein Rezept für eine Großpackung der 0,1 ml Spritzen ausstellen ließ. Nach dem Termin trabte ich gleich in die Apotheke gegenüber, wo die Dame hinter dem Tresen erst einmal mehrere Großhändler und schließlich auch den Hersteller Ypsomed anrufen musste – nur um zu erfahren, dass das Produkt mangels Nachfrage vom Markt genommen wurde und nun nicht mehr verfügbar ist. Bei Ypsomed erfuhr die Apothekerin allerdings, dass sich, seit man das Aus der Mylife Daily Dose Spritzen verkündet hat, auf einmal sehr viele Diabetiker für das Produkt interessieren und anscheinend unzufrieden damit sind, dass es vom Markt genommen wird. Deshalb überlege man, die Produktion vielleicht in näherer Zukunft doch wieder aufzunehmen.

Auch in Online-Versandapotheken kein Glück gehabt

Das ist erfreulich zu hören, doch ganz ad hoc half mir diese Information natürlich nicht weiter. Ich nahm mein Rezept also wieder mit nach Hause und durchstöberte diverse Online-Versandapotheken nach der Daily Dose Insulinspritze. Bei einigen zeigte der Online-Shop tatsächlich noch „verfügbar“ an, wenn auch mit nur geringem Bestand. Allerdings war ich auch hier nicht erfolgreich. Nachdem mir nun zwei Online-Versandapotheken mein Rezept wieder zurückgeschickt haben, weil die Insulinspritzen doch nicht mehr lieferbar sind, habe ich das Projekt vorerst aufgegeben. Schade – ich hätte die 0,1 ml Daily Dose Minispritze gern getestet, damit ich beim Sport in meiner Bauchtasche oder sogar in der kleinen Reißverschluss-Tasche meiner Sporthose einen kleinen Spritzer Insulin für den Notfall mit mir führen kann. Leider habe ich das Produkt wohl zu spät entdeckt – wie gewonnen, so zerronnen. Doch vielleicht startet Ypsomed (oder ein anderer Hersteller) ja doch noch einmal einen Versuch und bringt ein kleines, platzsparendes Utensil auf den Markt, mit dem man sich unterwegs auch ohne Insulinpen schnell einen kleinen Schuss setzen kann, wenn der Zucker mal wieder unerwartete Kapriolen schlägt.

nicht lieferbar

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8 Kommentare zu “Daily Dose Mini-Insulinspritze: Wie gewonnen, so zerronnen…

  1. Ich finde es auch extrem schade das es die DailyDose nicht mehr gibt. Mit ihnen konnte man einfach besser die Einheiten dosieren, da die Kleinen (0,1ml) in 1er Schritten sind (waren). Und nicht so pimalDaumen zwischen den Zeilen der normalen Einmalspritzen schätzen.

    Benutze die DailyDose seit Markteinführung und finde es echt schade des es sie nicht mehr gibt!

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  2. Auch ich habe seit der Einführung die Daily Dose 0,1 er benutzt und damit auch die weite Welt bereist. Im Flugzeug fällt es nicht auf, man hat Sie immer in der Hosentasche. Klein, leicht, fein. Die Nadeln könnten feiner sein so wie die BD Micro Fine mit 0,25 mm, aber ansonsten immer top. Und erst recht in der Kombination mit dem FreeStyle Libre. Dies als Standard bei allen Aktiv-Urlauben, auch in den USA. In der linken Hosentasche die DailyDose & Zucker, in der rechten Hosentasche das Libre. Leichter und kleiner geht es nicht, und dazu absolut unauffällig in der Anwendung. Da kann ich sogar in der Warteschlange bei der Achterbahn stehen und keinem fällt was auf wenn du den BZ-Wert misst und nachspritzt.

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  3. Ich finde es auch schade dass die Spritzen nivht mehrzur verfügung stehen, ich habe überall gesucht leider erfolglos 😦
    Falls jemand mehr informationen hat wo man die spritzen kaufen konnte, würde ich mich darüber sehr freuen

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  4. Ich war heute regelrecht geschockt, als ich erfahren habe, dass es Dailydose nicht mehr gibt. Allerdings war es leider abzusehen – da keiner meiner Ärzte und Apotheker davon gehört zu haben scheint hatte ich immer die leise Befürchtung, dass Ypsomed die Spritzen vom Markt nehmen könnte…
    Nach kurzer Suche habe ich nicht annähernd ein vergleichbares System gefunden. Hat hier jemand zufällig mehr Glück gehabt?

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    • Hallo, ich habe auch versucht von meiner Seite etwas ähnliches zu finden, Leider ohne Erfolg
      Ich habe auch die Firma via Facebook kontaktiert, bis jetzt warte ich noch auf eine Antwort 😦
      Facebook: Dailydose by insulution

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  5. Hallöchen, auch meine Recherchen hierzu waren erfolglos. Es gibt keine so praktischen kleinen Minispritzen mehr für unterwegs. Leider. Auch mir hat der Hersteller nicht geantwortet, als ich einen Link zum Blogbeitrag geschickt habe. Wirklich schade.

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  6. Moin, danke für die Informationen. Auch ich wollte mir wieder die Minispritzen besorgen.
    Früher hatte ich mir normale Einmalspritzen hinten abgeschnitten, um kleine, Spritzen zu haben. Das werde ich wohl jetzt wieder tun müssen.
    Für interessierte:
    Den Kolben herausziehen, das Rörchen bei 20 Einheiten mit einem scharfen Messer / Teppichmesser abschneiden, Kolben wieder reinstecken und so kürzen, dass er noch gut greifbar ist. Eine kleine Bastelarbeit für das Wochenende. 😉

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