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Von wegen zuckerkrank – ein Blog über glückliches Leben, leckere Ernährung und Sport mit Typ-1-Diabetes

Lampenfieber! Was ich mir für morgen früh beim Hamburger Triathlon vorgenommen habe

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Dabei sein ist alles, klar. Aber ganz ehrlich: Ein paar Ziele verfolge ich doch, wenn ich morgen beim Hamburger Triathlon antrete. Und zwar in Sachen sportlicher Leistung ebenso wie in Sachen Zuckerkontrolle. Wollen wir doch mal sehen, was ich mir vornehmen und was davon dann tatsächlich gelingt!

In sportlicher Hinsicht wäre es cool, wenn ich beim Schwimmen die 500 Meter in 15 Minuten schaffen würde, beim Radfahren für die 22 Kilometer 43 Minuten und beim Laufen für die 5 Kilometer 33 Minuten. Schön wäre es auch, wenn ich in der Wechselzone weniger tüdelig als im letzten Jahr wäre: Also nicht den Helm verkehrt herum aufsetzen, das Startnummernband erst vergessen oder an meinem Wechselplatz vorbeilaufen. Einfach mal ein bisschen konzentrieren. Dann sollte jeder Wechsel auch in 7 Minuten zu schaffen sein. Macht insgesamt 1:45 Stunden. Ui! Ob ich das schaffe?

Man wird ja wohl träumen dürfen… So soll sich mein Diabetes morgen bitte benehmen!

Und nun mein Wunschkonzert in Sachen Diabetes: Ich würde gern morgen früh mit einem Wert von 120 mg/dl aufwachen. Für’s Frühstück spritze ich eine Einheit weniger Insulin als normal und habe dann kurz vor dem Start um 10:04 Uhr einen Wert von 160 mg/dl. Kurz vor dem Start kann ich nur meinen Blutzucker messen, weil mein Scanner für das Freestyle Libre dann schon in der Box in der Wechselzone liegt. Aber ab dem ersten Wechsel aufs Rad und zum zweiten Wechsel zum Laufen habe ich den Scanner wieder permantent bei mir und kann zwischendurch ohne Zeitverlust kontrollieren – das ist purer Luxus im Vergleich zum vergangenen Jahr. OK, nach dem Schwimmen tippe ich auf einen Wert von 110 mg/dl, den ich mit 1-2 KE pimpe, damit ich kräftig losradeln kann. Auf’s Rad nehme ich eine Trinkflasche mit Saftschorle (2KE) mit, das hat sich bei den vorigen Triathlon-Wettkämpfen und im Training bewährt. Die sollte ich im Laufe der Radstrecke dann auch so ungefähr leertrinken. Und dann sollte sich mein Zuckerwert irgendwo zwischen 140 und 150 mg/dl bewegen, so dass ich ohne zusätzliche Kohlenhydrate einfach loslaufen kann. Weil ich zum Schluss immer gern einen ordentlichen Sprint einlege (das fühlt sich cool an, beim Zieleinlauf auf dem Rathausmarkt noch einmal alles zu geben), kann es sein, dass mir der Zucker erst einmal nach oben rauscht und im Ziel vielleicht bei 180 mg/dl liegt. An das Insulin, das ich für den Notfall in der Wechselzone deponieren werde, komme ich dann noch nicht wieder heran, aber mein Mann hat einen Rucksack mit allen Utensilien dabei, so dass ich bei Bedarf gleich nach dem Zieleinlauf korrigieren kann. Für das Erdinger Alkoholfrei, das im Ziel an alle Finisher ausgeschenkt wird, brauche ich ohnehin ein Tröpfchen Insulin. Den Rest des Tages muss ich meinen Zuckerwert dann gut im Auge behalten, weil so ein Triathlon ordentlich nachbrennt. Also beim verdienten Mittagessen lieber weniger Insulin spritzen.

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Soweit mein Plan! Ich bin mal gespannt, ob er aufgeht. Und nun lege ich mich schlafen, morgen geht es los mit einem frühen Frühstück und ganz laut Aloe Black!

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3 Kommentare zu “Lampenfieber! Was ich mir für morgen früh beim Hamburger Triathlon vorgenommen habe

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